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Höhere Honorare : Was Anwälte wert sind

Anwälte bekommen von 2021 an mehr Geld. Bild: dpa

Lohnerhöhungen für Anwälte werden stets kritisch beäugt. Doch ihr Arbeitsalltag hat häufig nichts mit dem Image eines überbezahlten Querulanten zu tun. In der Pandemie haben die Robenträger dem Rechtsstaat wichtige Dienste erwiesen.

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          Für Lohnerhöhungen für Anwälte gibt es selten Applaus. Robenträger gelten häufig als überbezahlte Querulanten, die den Fortschritt und im schlimmsten Fall auch noch die Pandemiebekämpfung behindern. Noch dazu residieren sie ohnehin schon in schicken Frankfurter Bankentürmen und an der Düsseldorfer Kö.

          Nichts könnte entfernter von der Realität Tausender Anwälte sein, für die der Bundestag nun die gesetzlichen Gebühren nach sieben Jahren wieder erhöht hat. Sie sitzen in kleinen Kanzleien und machen Tag für Tag den Rechtsstaat ein bisschen besser. Das gilt auch und ganz besonders in der Pandemie, in der die Parlamente über Monate hinweg so gut wie untätig waren.

          Die Diskussion, ob die einschneidenden Maßnahmen rechtmäßig sind, überließen sie Anwälten und Richtern. Natürlich gibt es Advokaten, die üppige Honorare verlangen, aber ein großer Teil der Arbeit wird über Gebühren finanziert, die der Gesetzgeber sporadisch anpasst – immer dann, wenn es gerade opportun erscheint. Das ist ein Verfahren, von dem sich viele Berufsgruppen mit Grausen abwenden würden, doch den Anwälten bleibt nichts anderes übrig.

          Corinna Budras

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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