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Glyphosat : Bayers Diesel

Bild: Reuters

Was für Volkswagen der Dieselmotor, das ist für den Chemiekonzern Bayer der Unkrautvernichter Glyphosat. Jetzt kommt auch noch heraus, dass Studien zu Glyphosat von Monsanto mitfinanziert wurden.

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          Ein Modell ohne große Zukunft, dessen aktuelle Erträge aber noch dringend benötigt werden, wobei die offenen rechtlichen Risiken noch extrem teuer werden können. Und wie den Autohersteller aus Wolfsburg holt auch die Leverkusener immer wieder die Vergangenheit ein.

          Nachdem im Frühjahr bekannt geworden war, dass Monsanto ein Überwachungsregister über kritische Journalisten und Wissenschaftler angelegt hatte, kam nun heraus, dass zwei Studien zu Glyphosat von Monsanto beauftragt und mitfinanziert wurden, ohne dass dies kenntlich gemacht worden wäre. Ein völlig inakzeptabler Vorgang. Selbst wenn es tatsächlich keinen Einfluss auf die Studienergebnisse gegeben hätte, wie nun behauptet wird – glauben will das niemand mehr.

          Bayer-Chef Werner Baumann hat nach seiner verweigerten Entlastung durch die Hauptversammlung die Inthronisierung des früheren Grünen-Politikers Matthias Berninger vorgezogen, um dem Konzern ein nachhaltiges Image zu verpassen. Doch wenn immer wieder solche Geschichten aus der Vergangenheit ans Licht kommen, dann zeigt dies nur, welch unkalkulierbares Risiko sich Bayer eingekauft hat.

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

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