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Kommentar zu Flüssiggas : Texas coming

  • -Aktualisiert am

Trump droht wegen Nord Stream 2 mit Sanktionen. Bild: dpa

Trinidad-Tobago und Peru – das ist die Liga, in der Amerika in Europas Gas-Versorgung spielt. Trump will das ändern und droht mit deshalb mit Sanktionen. Europas Verbraucher können sich darüber freuen.

          1 Min.

          In der Versorgung Europas mit Gas spielt Amerika in einer Liga mit Trinidad-Tobago oder Peru. Die 24 Schiffsladungen im Jahr sind für die Versorgungssicherheit Europas vernachlässigenswert. Weniger als 3 Prozent der Gasimporte stammen aus Amerika, aber 39 Prozent aus Russland.

          Amerikas Präsident Donald Trump will das ändern. Deshalb droht er mit Sanktionen gegen den fortschreitenden Bau der Gasleitung Nord Stream 2, und er will, dass die Europäer mehr Gas in Amerika kaufen.

          Das ist eine Frage des Preises. Es ist gut, wenn die texanischen Exporteure ihren Zwergenstatus abstreifen und der größte Flüssiggaslieferant Europas werden wollen.

          Nicht zu viel Entgegenkommen

          Von dem erwartbaren Preiskampf um Marktanteile sollten Europas Verbraucher profitieren. Voraussetzung dafür sind ausreichende Kapazitäten, um das verflüssigte Gas wieder in Gas zu wandeln. Ob es dazu angesichts nicht ausgelasteter Verladestationen in Europa neuer deutscher Terminals bedarf, ist die Frage.

          Die Bundesregierung nutzt sie geschickt als Zeichen des Entgegenkommens an Trump, während sie an Nord Stream 2 festhält. Nur: Die Terminals mit Steuergeldern zu bauen wäre dann doch zu viel des Entgegenkommens.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

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