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Ringen um Schnelltests : Roches Diagnose

  • -Aktualisiert am

Am Konzernsitz von Roche in Basel wird daran eifrig nach einem Mittel gegen das neuartige Coronavirus geforscht. Bild: Reuters

In diesen schwierigen Tagen ist es ein Lichtblick: Behörden unterstützen Pharmakonzerne bei den sonst langwierigen Zulassungsverfahren. Damit können viel mehr Menschen auf eine mögliche Infektion hin getestet werden.

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          Im Kampf gegen das Coronavirus sind nicht nur neue Medikamente und Impfungen von Bedeutung, an denen Pharmaunternehmen und wissenschaftliche Institute rund um die Welt forschen. Akut geht es erst einmal darum, die Infizierten überhaupt zu erkennen, sie zu isolieren und zu behandeln.

          Dabei ist dem Schweizer Pharmakonzern Roche nun ein bedeutener Schritt gelungen: Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat am Freitag eine sogenannte „emergency use“-Genehmigung für einen Corona-Test erteilt, der nun auf schnelleren, hochautomatisierten Maschinen laufen darf. Damit ist es möglich, viele Patienten mehr am Tag zu testen als bisher. Auch das deutsch-niederländische Biotechunternehmen Qiagen bietet Corona-Tests an und hat am Freitag von amerikanischen Behörden Unterstützung zugesagt bekommen.

          Beide Beispiele zeigen, wie wichtig und richtig es ist, dass in Zeiten wie diesen staatliche Institutionen und Unternehmen enger zusammenarbeiten. Es ist gut, wenn Zulassungsverfahren in solchen Ausnahmesituationen bevorzugt behandelt und beschleunigt werden, um der Pandemie entgegenzutreten.

          Ilka Kopplin
          Wirtschaftskorrespondentin in München.

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