https://www.faz.net/-gqe-8v5o7
 

Kommentar : Guter Spieler, böser Chef

  • -Aktualisiert am

SPD und CDU wollen Managergehälter steuerlich deckeln. Borussia Dortmunds angestellter Geschäftsführer soll also anders behandelt werden als ein Mario Götze. Das verstehe wer will.

          Die SPD knöpft sich im Rausch des Umfragehochs die Manager vor. Die CDU, geschockt durch die Wahlumfragen, will ihr dazu die Hand reichen. Wer glaubt eigentlich, ein Gesetz zur steuerlichen Deckelung der Gehälter könnte Vorständen die Gier austreiben?

          Egal, es ist Wahlkampf. Die Wut der Leute über die Absahner im SPD-Musterkonzern Volkswagen ist so groß, da stören sogar die beiden SPD-Spitzenpolitiker nicht, die im VW-Aufsichtsrat eine Abfindung bis 15 Millionen Euro für eine frühere SPD-Justizministerin für dreizehn Monate Arbeit abnickten. Statt zu fragen, wer warum solche Verträge macht, wollen SPD und CDU zentrale wirtschaftliche und rechtliche Gleichheitsgrundsätze aufheben und gleiches nicht mehr gleich behandeln.

          Was heißt das für die börsennotierte Borussia Dortmund? Das Gehalt des angestellten Geschäftsführers Watzke wird steuerlich auf eine halbe Million gedeckelt, die vielen Millionen für den angestellten Profifußballer Götze gelten hingegen voll als Betriebsausgaben. Das verstehe, wer will. Darf man noch fragen, warum Eigentümer von Aktiengesellschaften nicht mehr frei über Verträge und die Gehälter ihrer Angestellten entscheiden dürfen?

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Spaniens amtierender Ministerpräsident Pedro Sanchez nach dem Treffen mit König Felipe

          Regierungsbildung gescheitert : Stillstand in Spanien

          Pedro Sánchez hat keine Mehrheit im Parlament. Zum zweiten Mal in diesem Jahr wird im November ein neues Parlament gewählt. Doch die politische Blockade könnte andauern.
          Demnächst möglicherweise seltener zu sehen: „Zu vermieten“-Schild an einem Haus in Berlin-Schöneberg.

          F.A.Z. exklusiv : Mietendeckel schadet den Mietern

          Der Mietendeckel in Berlin soll das Wohnen bezahlbar halten. Doch die Studie eines renommierten Forschungsinstituts zeigt jetzt: Tatsächlich könnte er genau das Gegenteil bewirken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.