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Kommentar : Wo die Arbeit ist

Der Fachkräftemangel ist nicht so gravierend, wie oft beklagt, zeigt eine neue Studie. Geeignete Arbeitskräfte sind vorhanden – nur eben nicht da, wo sie gebraucht werden.

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          Wirtschaftsverbände und Arbeitgeber beklagen seit Jahren, es werde immer schwerer, geeignete Arbeitskräfte für die vielen offenen Stellen zu finden. Fast könnte man meinen, in Deutschland gebe es bald niemanden mehr, der die gewünschten Tätigkeiten ausüben kann. Sicher ist, dass in bestimmten Berufsgruppen wie dem Handwerk oder der Pflege passende Arbeitskräfte schwer zu finden sind.

          Doch ganz so düster wie oft suggeriert ist die Lage noch lange nicht. Geeignete Arbeitskräfte sind vorhanden und verfügbar. Das zeigt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Aus den Reihen der Schwarzmaler mag die Diagnose verblüffend klingen. Das Problem liegt darin, dass viele brauchbare Kandidaten nicht dort leben, wo sie benötigt werden – am Bodensee, im Schwarzwald oder in der bayerischen Provinz.

          Auch zeigen die Zahlen, dass sich die Situation vielerorts verschärft hat. Selbst im bislang vom Mangel eher verschonten Osten ist diese Entwicklung nun immer stärker zu spüren. Die Studienautoren wünschen sich von Arbeitslosen und Auszubildenden daher mehr Mobilität. Ob das in den von Engpässen geplagten Branchen reichen wird?

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          Maja Brankovic

          Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Woche.

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