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Kommentar : Kramp-Karrenbauers Leerstelle

  • -Aktualisiert am

Bild: Reuters

Um die CDU zu einen, muss Annegret Kramp-Karrenbauer Akzente in der Wirtschaftspolitik setzen. Neue Leistungen können nicht die erste Priorität haben.

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          Annegret Kramp-Karrenbauer ist zur CDU-Parteivorsitzenden gewählt worden, den Zuspruch vieler muss sie aber erst noch erringen. Am Tag nach ihrem Sieg, der unweigerlich die Niederlage ihres Rivalen Friedrich Merz war, litten noch viele Christdemokraten auf dem Hamburger Parteitag an dem Ergebnis. Manche waren am Tag danach wie ihr Favorit Merz ganz untergetaucht. Nur vier Fünftel der 1000 Delegierten beteiligten sich an der Wahl des neuen Generalsekretärs Paul Ziemiak.

          Dass der Vorsitzende der Jungen Union aufsteigen darf, ist ein Signal Kramp-Karrenbauers an die Unzufriedenen in der Partei. Ziemiak ist jung, kommt aus dem Umfeld des zweiten unterlegenen Kandidaten Jens Spahn, hat sich zuweilen kritisch über Angela Merkels Migrationspolitik geäußert. Dass er sich nie öffentlich für Spahn ins Zeug legte, nehmen ihm viele Parteifreunde übel. Zumindest für ihn zahlt sich diese Taktik aus. Ziemiak wird nun dafür zuständig sein, die Europawahl im Mai und die anstehenden Landtagswahlen vorzubereiten. Dort wird die CDU beweisen müssen, dass sie auf dem Weg zurück ist zu einer echten Volkspartei.

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