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Kommentar : Vernunft statt Lobby

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ht. Klimaschutz als Schaulaufen der Lobbyisten: Vertreter der produzierenden Wirtschaft, der Kohleindustrie und von Stromkonzernen fürchten weiter steigende Energiekosten durch den Handel mit Emissionsrechten für Kohlendioxyd.

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          ht. Klimaschutz als Schaulaufen der Lobbyisten: Vertreter der produzierenden Wirtschaft, der Kohleindustrie und von Stromkonzernen fürchten weiter steigende Energiekosten durch den Handel mit Emissionsrechten für Kohlendioxyd. Sie warnen vor Wachstumseinbußen und steigender Arbeitslosigkeit. Mit Erfolg haben diese Lobbyisten Wirtschaftsminister Wolfgang Clement vor ihren Karren gespannt. Auf der anderen Seite scharen sich die Klimaschützer um Umweltminister Jürgen Trittin. Sie fordern strenge Klimaschutzziele für die Industrie. Die Lage ist verworren, daher lohnt der Blick auf die Ausgangslage. Deutschland hat sich verpflichtet, seine Emissionen spätestens bis zum Jahr 2012 um 21 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken. Jede zusätzliche Tonne Kohlendioxyd-Emissionen, die der Industrie heute zur Verfügung gestellt würde, müßten später private Haushalte und der Verkehr einsparen. Weil Klimaschutz in diesen beiden Bereichen teurer als in der Energiewirtschaft ist und beide Sektoren zudem am europäischen Handel mit Emissionsrechten nicht teilnehmen, raten Umweltökonomen im Sinne einer gesamtwirtschaftlich optimalen Lösung zur behutsamen Zuteilung der Emissionsrechte an die Industrie. Doch was passiert, wenn "Kyoto" scheitert und auch die EU ihre Einsparziele aufgibt? Dann verteuert Trittin in Deutschland die Energiekosten, und Clement sieht zu, wie Arbeitsplätze ins Ausland abwandern.

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