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Kommentar : Verlockender Schlichterspruch

  • -Aktualisiert am

Erzieher sollen deutlich mehr Geld bekommen. Städte und Gemeinden müssen das Geld bei den Eltern holen.

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          Eltern dürfen hoffen, dass die Kita-Betreuung ihrer Kinder bald wieder störungsfrei läuft. Zumindest die Schlichter haben im Streit um eine außerplanmäßige Anhebung der Erzieherinnen-Gehälter schon zusammengefunden. Das ist nicht selbstverständlich, bei der Lufthansa ist gerade ein Schlichtungsversuch gescheitert.

          Stimmen Gewerkschaften und Arbeitgeber dem Spruch zu, werden knapp die Hälfte der 17 Kita-Tarifgruppen steigen, die größte im Schnitt um 3,3 Prozent. Das ist ein saftiges Plus für die Erzieherinnen, das hinzuzurechnen ist zu den 5,6 Prozent, die die reguläre Lohnrunde allen Beschäftigten der Kommunen jüngst gebracht hat.

          Zwar bleiben die Schlichter klar unter der geforderten Hochstufung um 10 Prozent, doch das wird die Arbeitgeber wenig trösten. Denn der Kompromiss ist hinreichend attraktiv, um Nachahmer anzulocken. Die Pflegeberufe fühlen sich im Gehaltsgefüge ebenfalls zu schlecht bewertet. Die Bundesregierung schürt die Unzufriedenheit noch. SPD-Familienministerin Schwesig hat den streikenden Erzieherinnen reichlich Beifall gespendet, übrigens auch viele Eltern. Die Kommunen sollten sie nun auch konsequent an den Kosten beteiligen.

          Heike Göbel
          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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