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Kommentar : Unter Kartellverdacht

  • -Aktualisiert am

So gut wie kein Tag vergeht derzeit ohne schlechte Nachrichten für den Dieselmotor und dessen Hersteller. Nun kommt auch noch ein Kartellverdacht dazu. Die Branche muss endlich reinen Tisch machen.

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          Die deutschen Autobauer Volkswagen, Audi, Daimler, BMW und Porsche sollen sich abgesprochen haben, was die Abgasnachbehandlung in ihren Dieselautos betrifft. Ob dem so ist, muss sich noch zeigen. Ob auf den Verdacht tatsächlich ein Kartellverfahren und am Ende auch noch Millionenbußen folgen, ebenso. Doch klar ist schon heute: Die einstige Vorzeigebranche der deutschen Wirtschaft hat sich mit den Tricksereien beim Diesel und bei Abgaswerten selbst beschmutzt.

          Zwar ist bisher nur Volkswagen tatsächlich illegales Verhalten nachgewiesen worden, doch inzwischen fällt der Verdacht eben auch auf andere. Dazu trägt auch die wachsende Verunsicherung durch immer neue Anschuldigungen bei.

          Es steht viel auf dem Spiel, nicht zuletzt die wirtschaftliche Existenz von mehr als 800.000 Mitarbeitern bei Herstellern und Zulieferern. Will die Branche aus diesem Kreislauf herauskommen, muss sie nun endlich reinen Tisch machen. Der Diesel-Gipfel Anfang August wäre dafür ein guter Anfang.

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