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Kommentar : Überförderungssystem

  • -Aktualisiert am

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz muss reformiert werden. Aber in Berlin fehlt der Mut dazu. Union und SPD setzen weiter voll auf Öko-Planwirtschaft.

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          Leider fehlt in Berlin der Mut für eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, obwohl die vom normalen Stromverbraucher zu zahlenden Subventionen von 1,7 im Jahr 2003 auf 23,6 Milliarden Euro im kommenden Jahr steigen werden. Statt die Förderung von Ökostrom endlich an den Markt heranzuführen, soll nur an ein paar Schrauben gedreht werden (niedrigere Fördersätze für Windstrom, Umlage für neue Eigenstromerzeuger, Kostenbeitrag von begünstigten Unternehmen et cetera).

          In der Energiewende setzen Union und SPD weiter voll auf Öko-Planwirtschaft. Detaillierte Ausbaukorridore sollen der Branche kräftiges Wachstum und Investoren hohe Renditen bescheren. Der Ausbau von Ökostrom geht also weiter, die CDU will den Marktanteil von heute einem Viertel mindestens verdoppeln, die SPD sogar verdreifachen.

          Wie will man so die Kostendynamik dieses Überförderungssystems begrenzen? Denn solange man Ökostrom nicht speichern kann, braucht man an Tagen, an denen kein Wind weht und die Sonne nicht scheint, doppelte Kapazitäten in Form teurer Kraftwerke, die sich nicht rechnen, da sie nur selten laufen, weil der Ökostrom im Netz immer Vorrang hat.

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