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Kommentar : Teurer Grünstrom

  • -Aktualisiert am

Von der Ökostromförderung profitieren nur noch wenige Bundesländer. Und eine Entlastung ist nicht in Sicht. Die aber brauchen Betriebe und Verbraucher.

          Es ist ruhig geworden um die Ökostromförderung. Mit der Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes hat Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zwar Druck aus der Debatte über die Kosten genommen, doch die Belastungen bleiben hoch. Eindringlich zeigen das die Daten über Gewinner und Verlierer des Fördersystems.

          Vergleicht man die Zahlungsströme auf Länderebene, wie es der Bundesverband der Energiewirtschaft tut, so profitieren nur noch wenige bevölkerungsarme aber windreiche Länder von der Umverteilung. Nordrhein-Westfalen bleibt mit Abstand das größte Zahlerland. Das wird die Begeisterung über Gabriels Politik eines Ausstiegs aus der Kohle nicht wachsen lassen. Zwar liegt derzeit das Fördersystem mit fünf Milliarden Euro im Plus, doch das wird kaum für dauerhafte Entspannung sorgen.

          Schon werden mehr Windkraftwerke aufgestellt, als die Regierung will; mit der teuren Offshore-Stromerzeugung geht es erst richtig los. Entlastung ist da nicht in Sicht. Die aber brauchen die Betriebe und Verbraucher angesichts steigender Kosten und des schwächelnden Wachstums. Die falsche Finanzierung der Ökostromförderung muss auf die Agenda der Politik.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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