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Kommentar : Teurer Ökostrom

  • -Aktualisiert am

Solardach auf einer Dorfkirche Bild: dpa

Soviel wie 2013 mussten die Verbraucher noch nie für den Ökostrom zahlen. Das liegt weniger an den Ausnahmen für Betriebe, sondern an der ineffizienten Förderung regenerativer Energie.

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          Die Stromnetzbetreiber haben zum Jahresende das Ökostromkonto abgerechnet und beeindruckende Zahlen ausgeworfen: Fast 22 Milliarden Euro haben die Verbraucher für Strom aus Wind und Sonne gezahlt, obwohl der am Markt nur 2 Milliarden Euro wert war. Fast 20 Milliarden Euro wurden Haushalten und Betrieben deshalb per Umlage abgezwackt. Legt man das einmal auf die 80,5 Millionen Bundesbürger um, kommen dabei 240 Euro für jeden heraus.

          Eine vierköpfige Familie hat sich 2013 zwangsweise mit 1.000 Euro am Ausbau der regenerativen Energien beteiligt. Manche hätten das Geld sicher gern anders genutzt: für Bildung, Urlaub oder zur Begleichung der Heizkostennachzahlung. Aber die Alternative stellt sich auch dieses Jahr nicht. Die Förderkosten für den Ökostrom steigen weiter.

          Das liegt nicht vor allem an den Ausnahmen für Betriebe, die ansonsten wegen hoher Energiekosten bankrottgingen. Der Grund dafür liegt in der ineffizienten Weise, in der Strom aus Wind, Sonne und Biomasse gefördert wird. Solange das Parlament hier nicht ansetzt, werden die Verbraucher weiter für eine Umweltpolitik in Haftung genommen, von der fraglich ist, ob sie dem Klima überhaupt hilft.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

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