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Protest der jungen Generation : Sturm und Staatsglaube

Junge Demonstranten der Bewegung „Extinction Rebellion“ jubeln in London Klimaaktivistin Greta Thunberg zu. Bild: dpa

Die Jüngeren legen ein bemerkenswertes Vertrauen in den Staat an den Tag. Warum ist das so? Besser wäre ein anderer Weg.

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          Deutschland entwickelt sich zu einer Rentnerrepublik. Doch geredet wird in diesem Land nicht über das, was die Älteren umtreibt. Den Ton geben die Jüngeren an. Wohnungsenteignungen, Klimarettung, Sozialismus-Phantasien – das sind zuallererst Themen Jugendlicher und junger Erwachsener. Die Debatten-Dominanz und die Thesen der Jungen müssen einem nicht passen. Auseinandersetzen muss man sich mit ihnen sehr wohl.

          Zwei Dinge fallen auf. Die Jüngeren oder, besser gesagt, diejenigen, die sich politisch einmischen, ticken links. Wer sich darüber wundert, aufregt oder ärgert, den erstaunt es wahrscheinlich auch, das Meerwasser salzig ist oder Bayern München deutscher Fußballmeister wird. Die Jungen sind die Träumer, Idealisten, Weltverbesserer. Sie waren es schon immer. Der Sturm und Drang wurde nicht von alten Männern vorangetrieben, die Studentenrevolte nicht von pensionierten Professoren angeführt und der Klimaschutz nicht von der Generation Astrid Lindgrens, sondern von Greta Thunberg zur Massenbewegung gemacht. Winston Churchill soll es einmal auf den Punkt gebracht haben: „Wer mit zwanzig Jahren kein Kommunist ist, hat kein Herz.“

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