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Kommentar : Bloß nicht abheben

  • -Aktualisiert am

Die Lilium-Gründer neben einem Elektroflugzeug Bild: dpa

Ein deutsches Start-up will elektrisch angetriebene Lufttaxis bauen. Das klinge nach Science-Fiction, spotten manche. Aber warum sollte man kreativen Gründern das Träumen verbieten?

          1 Min.

          Eine Finanzierung von 90 Millionen Dollar ist viel Geld für ein deutsches Start-up. Aber weil die Gründer Flugzeuge bauen wollen, relativiert das die Zahl: Denn Fluggeräte sind teuer, vor allem, wenn sie technologisch so anspruchsvoll sind, wie es die Ingenieure hinter Lilium behaupten. Ihr Flugzeug soll senkrecht starten, dann in den Vorwärtsflug übergehen – und das alles elektrisch betrieben. Viel schneller als Autos soll es zudem sein, und Lärm soll von einer Flughöhe von 600 Metern an kein Problem mehr sein.

          Das klingt nicht nur weltverbesserisch, sondern auch nahezu unmöglich. Und eingerechnet ist dabei noch gar nicht die ehrgeizige Mission, dass die Gründer nicht nur wohlhabende Piloten, sondern jedermann in Zukunft in Lufttaxis von A nach B transportieren wollen. Das Ziel: Städte entlasten und entlegene Landstriche erreichbar machen.

          Sie loten Grenzen aus, die noch gar nicht markiert wurden, weder regulatorisch, noch praktisch. Denn es gibt bislang noch zu wenige funktionierende Lufttaxis, die uns erahnen lassen, was auf die Gesellschaft zukommt.

          Kein Wunder, dass stattdessen Bilder aus Hollywoodfilmen wie dem 5. Element oder StarWars ins Gedächtnis kommen und solche Ideen unter „Science Fiction“ abgespeichert werden. Umso höher ist es den Ingenieuren anzurechnen, dass sie ihren Traum verfolgen. Nur so kann Innovation entstehen.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

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