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Wettbewerbs-Kommentar : Starke deutsche Marken

Deutschland verfügt über viele prestigeträchtige und leistungsstarke Marken, um die uns andere beneiden. Erst recht kein Grund, sich darauf auszuruhen.

          Deutschland steht so kräftig da wie der muskelbepackte Gewinner eines Bodybuilder-Wettbewerbs. Das Land verfügt über viele prestigeträchtige und leistungsstarke Marken, um die uns andere beneiden. Ein gerade veröffentlichtes Ranking illustriert die Dominanz. Demnach sind die 50 wertvollsten Marken hierzulande zusammengenommen gut 300 Milliarden Dollar wert – und damit 60 bis 70 Milliarden Dollar mehr als die 50 wertvollsten britischen oder französischen.

          Viele Marken haben sich ihr Image über Jahrzehnte erarbeitet. Das ist eine komfortable Position. Und zugleich gefährlich, wenn man sich darauf ausruht. Dieses Risiko sehen Branchenfachleute: Zuverlässigkeit allein reiche heute nicht mehr aus, um gute Markenwerte zu erzielen, sagen sie. In einer Zeit gigantischer wirtschaftlicher Umbrüche sollten die Unternehmen lieber stärker an ihrer Innovationskraft arbeiten und Erfolge in diesem Bereich deutlicher kommunizieren.

          Dass es daran hapert, zeigt unter anderem die deutsche Autoindustrie. So starke Marken wie Mercedes oder BMW sind nur halb so viel wert wie die des Softwarekonzerns SAP. Das sollte den Managern mitten in der Digitalisierung zu denken geben. Ein Bodybuilder, dem vor lauter Muskelpaketen die Agilität abgeht, ist nicht mehr stark.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

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