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Nationale Alleingänge : So geht wirksamer Klimaschutz nicht

Student Reyk auf einer Demonstration der Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ in Berlin Bild: dpa

Weil die Regierung im Klimaschutz schnell handeln will, scheint eine nationale CO2-Steuer nah. Doch vor Aktionismus sei gewarnt.

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          Panik ist ein schlechter Ratgeber. Leider ist die Diskussion um Klimaschutz seit dem Dürresommer voll davon. Das ist bedauerlich, da Hysterie und öffentliche Dauerbeschallung in der Bevölkerung nur Überdruss erzeugen – und jenen in die Karten spielen, die glauben, sie könnten den Zusammenhang zwischen Treibhausgasen und Erderwärmung besser beurteilen als die nicht unfehlbare, aber überwältigende Mehrheit der Forscher.

          Für Freiheit und Wohlstand droht indes Gefahr von anderer Seite. So nutzen radikale Kräfte das aufgeheizte Diskussionsklima und stellen die Systemfrage. Folgt man den Frontkämpfern der Freitagsproteste, basiert der Luxus im globalen Norden „auf dem Leiden der Menschen im globalen Süden“. Im Sinne der Gerechtigkeit müsse die „Klimakrise“ daher für eine Änderung der bestehenden Verhältnisse herhalten, schrieben sie in einem Gastbeitrag für diese Zeitung. Welches System Greta Thunberg und Luisa Neubauer vorschwebt, möchte man fragen, aber besser auch gar nicht so genau wissen.

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