https://www.faz.net/-gqe-o6il
 

Kommentar : Schöne Bescherung

  • Aktualisiert am

ami. Es hätte so eine schöne Bescherung werden können: In Erwartung sinkender Ausgaben in Höhe von mehr als neun Milliarden Euro setzen die gesetzlichen Krankenkassen zum Jahreswechsel ihre Beitragssätze ein kräftiges Stück herunter.

          1 Min.

          ami. Es hätte so eine schöne Bescherung werden können: In Erwartung sinkender Ausgaben in Höhe von mehr als neun Milliarden Euro setzen die gesetzlichen Krankenkassen zum Jahreswechsel ihre Beitragssätze ein kräftiges Stück herunter. Doch was sich Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und ihr Unionskollege Horst Seehofer im Sommer auf den Wunschzettel geschrieben hatten, wird auch nach Weihnachten nicht Wirklichkeit. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Es ist nicht so, daß die Kassen ihre Beiträge nicht senken wollten. Immerhin sind die der Grund dafür, daß Menschen zu Hunderttausenden zu günstigeren Anbietern wechseln. Doch viele Kassen dürften ihre Beitragssätze gar nicht senken, selbst wenn sie wollten. Das würde die staatliche Aufsicht verhindern. Denn ihre Reserven sind aufgezehrt, nicht wenige Kassen haben sich hoch verschuldet. Auch haben sie bitter erfahren, daß sie die Sparankündigungen der Politik nicht zum Nennwert nehmen dürfen. Da wundert nicht, daß die Kassenchefs erst einmal abwarten, was das Reformgesetz wirklich bringt. Der Ministerin gefällt das natürlich nicht. Immerhin hatte sie Volk und Kanzler niedrigere Beitragssätze versprochen, um so die Arbeitskosten zu reduzieren. Doch jetzt kann sie nicht liefern. Statt dessen steigen Zuzahlungen und andere Belastungen für die Patienten. Eine schöne Bescherung!

          Weitere Themen

          SAP trotzt der Krise

          Starkes Quartal : SAP trotzt der Krise

          Mehr Umsatz, mehr Gewinn – SAP kam trotz Coronavirus-Auswirkungen überraschend gut durch das zweite Quartal. Ein Bereich entwickelte sich besonders gut.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.