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Kommentar : Sanktionen schärfen

  • -Aktualisiert am

Rund ein Jahr liegt die bedeutendste Verschärfung der Sanktionen gegen Russland zurück. Die an sie geknüpften Hoffnungen mögen trügerisch gewesen sein. Dennoch wäre es falsch, sie aufzugeben.

          Rund ein Jahr liegt sie zurück, die bedeutendste Verschärfung der Sanktionen gegen Russland. Die düsteren Prognosen über Tausende Arbeitsplatzverluste in Deutschland und Europa haben sich nicht bewahrheitet. Doch bleibt die Frage: Warum das Ganze? In Donezk ist kein echter Frieden in Sicht und in Moskau kein Willen, daran etwas zu ändern. Anders als im Westen sind die politische und die ökonomische Erfolgsrechnung im Kreml kaum verknüpft. Für Putin überwiegt die „Errungenschaft“ einer destabilisierten Ukraine bei weitem die wirtschaftlichen Rückschläge, die Russland erleidet.

          Dennoch wäre es falsch, die Sanktionen aufzuheben. Die an sie geknüpften Hoffnungen mögen trügerisch gewesen sein, die für Russland entstandenen Kosten sind real. Diese Kosten sind das stärkste und vielleicht letzte Signal der EU-Länder, sich in diesem Krieg vor ihrer Haustür nicht ganz der Zerstrittenheit und dem kleinlichen Vorteilsdenken hinzugeben.

          Eigentlich sollten die Kosten höher, die Sanktionen schärfer sein, bedenkt man die fast 7000 Toten, welche der Konflikt in der Ostukraine schon gefordert hat. Dass parallel nach einer politischen Lösung gesucht werden muss, versteht sich von selbst.

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