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Kommentar : Ruhestörung

  • -Aktualisiert am

          Ein Flughafen kann kein Ort der Stille sein. Das wissen Befürworter und Gegner des Ausbaus in Frankfurt. So geht es am Ende allein um die Anzahl der genehmigten Ausnahmen vom Nachtflugverbot, das ein wichtiger Baustein des Mediationsverfahrens ist. Weder wird das Verbot von Flugbewegung zwischen 23 und 5 Uhr gänzlich fallen, wie es die Lufthansa und viele Fluggesellschaften gern sähen, noch wird es lupenrein durchsetzbar sein, wie es vom Lärm geplagte Anwohner fordern. Ein internationaler Verkehrsflughafen, zumal von der Bedeutung Frankfurts, kann nicht für wenige Stunden geschlossen sein wie ein Laden.

          Dieser Vorstellung hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee vorbeugen wollen mit seinem Brief, der die Möglichkeit einer Intervention gegen eine komplette Nachtruhe aufzeigt. Bei dem kürzlich von der Mehrheit des Regionalen Dialogforums gebilligten Anti-Lärm-Pakt blieb Zahl der Ausnahmen offen, wobei 15 eine Größe ist, die wohl letztlich für Gegner und Befürworter tolerierbar wäre. Je näher der Planfeststellungsbeschluss Ende des Jahres rückt, umso realistischer ist es, Maximalpositionen zu verlassen und einen Kompromiss zu finden. Ziel muss eine Übereinkunft sein, die die Belange der Anwohner beachtet, aber zugleich auch der wichtigsten Luftfahrtdrehscheibe der noch führenden Exportnation keine unnötigen Fesseln anlegt.

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