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Machtkampf mit Amerika : Peking bahnt sich seinen Weg in den Pazifik

  • -Aktualisiert am

Der eine zahlt, der andere strahlt: Chinas Ministerpräsident Li Keqiang (r.) und Papua Neugineas Ministerpräsident Peter O’Neill Bild: Reuters

China ist durch den Handelsstreit alles andere als gelähmt. Stattdessen baut Peking seinen Einfluss in Amerikas Vorhof im Pazifik immer weiter aus. Europa kommt über Appelle nicht hinaus – und beschäftigt sich vor allem mit sich selbst.

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          Die Welt schaut gebannt auf den eskalierenden Handelsstreit und bangt um Hongkong. Wer aber glaubt, die chinesische Regierung sei durch diese Brandherde gelähmt, irrt gewaltig. Fast unbemerkt bahnt sich Peking über den Inselstaat Papua-Neuguinea einen Weg tief in den Pazifik, Amerikas Vorhof. Die Regierung des Landes, das zu Teilen einst deutsche Kolonie war und mit seiner kulturellen Vielfalt Touristen anzieht, bittet um die Entschuldung durch China.

          Die Idee ist genial: Die Chinesen bieten schnelles Geld und helfen auf allen Ebenen. Sie bauen Brücken und Straßen, bringen moderne Technik in die Rohstoff- und Agrarindustrie, bauen Schulen und Krankenhäuser. Wird der neue Ministerpräsident erhört, kann der Bittsteller sein Land rasch entwickeln und damit seine Macht sichern.

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