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Kommentar : Ohne Konzept

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ami. Mit einem Eklat sind die Beratungen über die von der Deutschen Energieagentur koordinierte Studie zur Integration der Windenergie in das deutsche Stromnetz abgebrochen worden. In letzter Minute verlangten die Vertreter der Windenergie ...

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          ami. Mit einem Eklat sind die Beratungen über die von der Deutschen Energieagentur koordinierte Studie zur Integration der Windenergie in das deutsche Stromnetz abgebrochen worden. In letzter Minute verlangten die Vertreter der Windenergie eine Überarbeitung der Studie zu ihren Gunsten und brachten das Projekt einstweilen zum Scheitern. Offenbar waren die Ergebnisse des überfälligen Berichts nicht so ausgefallen, wie sie es für wünschenswert hielten. Die Kontroverse überrascht nicht. Sie sagt auch weniger aus über die beteiligten Vertreter großer Energiekonzerne, Netzbetreiber und Verfechter erneuerbarer Energien. Sie alle werden dafür bezahlt, ihre Partikularinteressen zu vertreten. Das Versagen wirft vielmehr ein schlechtes Licht auf die Bundesregierung. Diese beschließt zuerst die Verdoppelung des Anteils regenerativer Energien bis 2020 und läßt anschließend darüber nachdenken, ob, zu welchen und wessen Kosten der so gewonnene Strom abtransportiert werden kann. Hier zeigt sich ganze Konzeptionslosigkeit rot-grüner Energiepolitik, der auch ein Energiegipfel mit Kanzler-Freund Putin nicht abhelfen wird. "Können wir uns das leisten?" fragt Wirtschaftsminister Wolfgang Clement mit Blick auf allerlei - längst nicht nur grüne - Begehrlichkeiten für die Förderung neuer Energien. Er kennt die Antwort. Sie lautet: Nein.

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