https://www.faz.net/-gqe-9mdfh

EU-Wahl : Mehr Streit für Europa!

  • -Aktualisiert am

Eine EU-Fahne weht vor dem Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg. Bild: dpa

Die Parteien der Mitte üben sich im Europawahlkampf anders als vor fünf Jahren in Harmonie. Der Kurswechsel ist nachvollziehbar – hilft am Ende aber den Parteien an den politischen Rändern.

          2 Min.

          Auf den ersten Blick hat Europa bei dieser Wahl schon gewonnen. Wer am 26. Mai über die deutschen Abgeordneten für das Europäische Parlament abstimmen möchte und sich dabei nicht gerade für die AfD entscheiden will, der kann Europa mit seinem Votum wahlweise „stärken“ (CDU/CSU) oder „bauen“ (Grüne), er kann die Chancen Europas „nutzen“ (FDP) oder aber bekunden: „Europa ist die Antwort“ (SPD). Entsprechend harmonisch präsentierten sich die Unionsparteien am Samstag bei ihrem Wahlkampfauftakt in Münster, und beim FDP-Parteitag war das Thema so wenig kontrovers, dass es kaum Aufsehen erregte.

          Was für ein Unterschied zu zurückliegenden Wahlkämpfen: Die CSU führte vor fünf Jahren eine betont europaskeptische Kampagne mit dem Spitzenkandidaten Peter Gauweiler. Die FDP zerstritt sich als Regierungspartei einst über die Rettungsschirme in der Euro-Krise, noch in den Jamaika-Verhandlungen verlangte Parteichef Christian Lindner eine Sperrklausel gegen mehr Integration im Koalitionsvertrag.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Demonstranten knien in Frankfurt vor einer Polizeikette

          Impfgegner und Anthroposophie : Höhere Einsichten dank Rudolf Steiner?

          Nach eigener Einschätzung verfügen sie über Spezialwissen, das allen anderen abgeht. Die Milieus der Anthroposophen und der „Querdenker“ haben viele Berührungspunkte. In der Pandemie macht das vieles schwerer.
          Eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach wird mit einer Flüssiggasheizung kombiniert.

          Nachhaltig Wohnen : Unruhe unter Dämmern

          Die Dämmstoffindustrie ist alarmiert. Bauminister rücken von der einseitigen Ausrichtung an der Gebäudedämmung ab. Die Koalitionäre in Berlin sprechen von technologieoffenen Maßnahmen. Ein Paradigmenwechsel steht an.