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EU-Wahl : Mehr Streit für Europa!

  • -Aktualisiert am

Eine EU-Fahne weht vor dem Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg. Bild: dpa

Die Parteien der Mitte üben sich im Europawahlkampf anders als vor fünf Jahren in Harmonie. Der Kurswechsel ist nachvollziehbar – hilft am Ende aber den Parteien an den politischen Rändern.

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          Auf den ersten Blick hat Europa bei dieser Wahl schon gewonnen. Wer am 26. Mai über die deutschen Abgeordneten für das Europäische Parlament abstimmen möchte und sich dabei nicht gerade für die AfD entscheiden will, der kann Europa mit seinem Votum wahlweise „stärken“ (CDU/CSU) oder „bauen“ (Grüne), er kann die Chancen Europas „nutzen“ (FDP) oder aber bekunden: „Europa ist die Antwort“ (SPD). Entsprechend harmonisch präsentierten sich die Unionsparteien am Samstag bei ihrem Wahlkampfauftakt in Münster, und beim FDP-Parteitag war das Thema so wenig kontrovers, dass es kaum Aufsehen erregte.

          Was für ein Unterschied zu zurückliegenden Wahlkämpfen: Die CSU führte vor fünf Jahren eine betont europaskeptische Kampagne mit dem Spitzenkandidaten Peter Gauweiler. Die FDP zerstritt sich als Regierungspartei einst über die Rettungsschirme in der Euro-Krise, noch in den Jamaika-Verhandlungen verlangte Parteichef Christian Lindner eine Sperrklausel gegen mehr Integration im Koalitionsvertrag.

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