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Kommentar : Maschinen und Daten

  • -Aktualisiert am

Die deutschen Maschinenbauer wollen künftig einheitliche Schnittstellen für den Datenaustausch verwenden. Was technisch klingt, ist ein Meilenstein auf dem Weg in die digitalisierte Fabrik.

          Auf den ersten Blick ist die Ankündigung der deutschen Maschinenbaubranche, für den Datenaustausch in der Industrie-4.0-Welt künftig den offenen Schnittstellenstandard OPC UA zu favorisieren, eine rein technische Angelegenheit. Tatsächlich aber handelt es sich um einen selbstbewussten Schachzug, um einen Meilenstein für die Entwicklung der digitalisierten Fabrik. Denn derartige Schnittstellen definieren die Mechanismen der Zusammenarbeit im industriellen Umfeld. Sie befähigen den Maschinen- und Anlagenbau, seine Produktion digital zu vernetzen.

          Maschinen und Anlagen können damit nach Bedarf umgestaltet werden – unabhängig, von welchen Herstellern die Maschinen und Komponenten stammen. Der herstellerunabhängige Austausch von Daten ist die wohl wichtigste Grundlage für die erfolgreiche Einführung von Industrie 4.0 überhaupt, aber er macht auch die größten Schwierigkeiten. Im privaten Alltag funktioniert der entsprechende Datenaustausch zwischen den heimischen Computern und den Geräten, die man an sie anschließt, längst.

          In der Produktion soll nun OPC UA dabei helfen – als zusätzlicher Kommunikationskanal zwischen bislang getrennten Kommunikationsinseln. Der offene Standard wird von einer Vielzahl von Mitspielern im Markt getragen, von klein bis groß. Aber besonders für den Mittelstand sollte er eine Hilfe sein, tiefer in die Industrie-4.0-Welt vorzudringen als bisher.

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          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

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