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Kommentar : Macht und Quote

Eine gesetzliche Frauenquote soll kommen. Den Finanzminister kostet das nichts, die Unternehmen vielleicht schon.

          1 Min.

          Wie erwartet, haben sich die Familienpolitikerinnen von Union und SPD darauf verständigt, eine gesetzliche Frauenquote einzuführen. Das sieht nach Fortschritt aus und kostet erst mal nichts, jedenfalls nicht den Finanzminister.

          Heike Göbel
          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

          Die Unternehmen möglicherweise schon. Wie teuer die Quote wird, hängt davon ab, was das Gesetz vorschreibt. Über den Inhalt scheint man sich noch nicht einig. In der vergangenen Wahlperiode konkurrierten zwei Modelle: eine starre Quote gegen eine flexible, die den Unternehmen etwas Leine lässt.

          Offen ist auch, ob es nur um Aufsichtsratsposten geht oder die Vorstandsebene einbezogen wird - und welche Unternehmen überhaupt unter das Gesetz fallen. Wie immer die Quote ausfällt: Sie ist und bleibt überflüssig wie ein Kropf.

          Die Politik hat längst genügend getan, um Frauen den Weg im Unternehmen zu erleichtern. Der wichtigste Schritt war das großzügige gesetzliche Rückkehrrecht an den Arbeitsplatz nach der Babypause. Hinzugekommen sind seither Teilzeitansprüche und ein wachsendes Angebot geförderter Kitaplätze. Den Rest müssen die Frauen endlich selbst in die Hand nehmen. Geschenkt gibt es Macht und Aufstieg nämlich nicht, auch nicht mit der Quote.

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