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Kommentar : Lufthansas Kraftakt

  • -Aktualisiert am

Carsten Spohr wird neuer Chef der Lufthansa. Nach fünf Monaten Suche fällt die Wahl auf den Favoriten aus dem Haus. Eine entschlossene Berufung war das nicht. Die Beteiligten haben gerade noch ihr Gesicht gewahrt.

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          Für Lufthanseaten ist die Kür von Carsten Spohr zum Konzernlenker ein Befreiungsschlag. Chefaufseher Wolfgang Mayrhuber ließ sich mit der Ernennung des Nachfolgers von Christoph Franz, der im Mai geht, fast 5 Monate Zeit. Er wollte neben dem Favoriten Spohr auch einen Quereinsteiger aus der Industrie für den Chefsessel empfehlen. Doch diese Kandidaten standen für das Amt nicht zur Verfügung.

          Erste Wahl bleibt Spohr, der seit 20 Jahren bei Lufthansa arbeitet und sich auf große Sympathien in der Belegschaft stützen kann. Eine sorgfältige Auslese lässt sich für Mayrhuber, der seit seinem Antritt als Chefkontrolleur unter besonderer Beobachtung von Investoren steht, zwar mit einer guten Unternehmensführung (Corporate Governance) rechtfertigen. Doch mit zunehmender Zeit drohte er das Ansehen Spohrs zu beschädigen. Der Druck namhafter Aktionäre, die Führungsfrage endlich zu klären, wurde vor diesem Hintergrund immer größer.

          Rechtzeitig vor der nächsten Routinesitzung des Aufsichtsrats im März nutzte Mayrhuber die Chance zum Befreiungsschlag. Entschlossenes Handeln sieht zwar anders aus. Doch zumindest haben alle Parteien ihr Gesicht gewahrt.

          Ulrich Friese
          Redakteur in der Wirtschaft.

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