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Kommentar : Lob des billigen Öls

An der Tankstelle haben es die Verbraucher ohnehin schon gemerkt, nun spüren sie es auch bei der Abrechnung der Nebenkosten: Der niedrige Ölpreis entlastet sie im Augenblick spürbar.

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          Der jährliche Bericht des Mieterbundes zu den Mietnebenkosten zeigt es deutlich: Der niedrige Ölpreis entlastet die Verbraucher in Deutschland im Augenblick spürbar. An der Tankstelle haben es die meisten Autofahrer ohnehin schon gemerkt - sogar während der Urlaubsreisewelle war Benzin günstiger als in früheren Jahren. Zuletzt kostete der Liter Super E10 an vielen Tankstellen weniger als 1,40 Euro.

          Und wenn jetzt die Nebenkostenabrechnungen der Vermieter nach und nach eintreffen, spüren Mieter auch den zweiten Teil des Geschenks durch das billige Öl: Die Kosten für Heizen und Warmwasser sind deutlich gesunken. Nun mag man tausend Gründe finden, warum auch das wieder eine bedenkliche Entwicklung sein kann. Menschen im Ölgeschäft verlieren womöglich ihren Arbeitsplatz, die Anreize zum Energiesparen im Haus sinken und die Entwicklung von Elektroautos wird durch billiges Benzin vermutlich zumindest nicht gefördert.

          Man kann aber auch zunächst einfach mal festhalten: Für ganz viele Leute, die einen erheblichen Teil ihres Einkommens für die Miete samt Nebenkosten und das Auto ausgeben, ist das eine schöne Erleichterung.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

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