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Kommentar : Kostenoffensive Plus

  • Aktualisiert am

Erst kam im Herbst 2001 eine Kostenoffensive. Jetzt kommt die „Kostenoffensive plus". Das heißt nichts anderes als: Bis Ende 2004 wird die Commerzbank weitere 3100 Arbeitsplätze abbauen und kumuliert fast 700 Millionen Euro einsparen.

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          Erst kam im Herbst 2001 eine Kostenoffensive. Jetzt kommt die „Kostenoffensive plus". Das heißt nichts anderes als: Bis Ende 2004 wird die Commerzbank weitere 3100 Arbeitsplätze abbauen und kumuliert fast 700 Millionen Euro einsparen. Das ist schon ziemlich viel - und womöglich doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn mit der andauernden Wachstumsschwäche drohen der Commerzbank, wie allen Kreditinstituten auch, die Erträge noch schneller wegzubrechen, als sie die Kosten senken kann. Größter Risikofaktor ist das Kreditbuch. Je länger die konjunkturelle Durststrecke andauert, um so schneller steigt die Zahl der Kreditnehmer, die - finanziell völlig ausgezehrt - den Gang zum Insolvenzrichter antreten müssen. Deshalb wird die Pleitewelle auch in diesem Jahr auf Rekordhöhe weiterrollen, werden die Vergleichsquoten weiter sinken. Jeder Kreditausfall trifft die Banken, die ihrerseits bereits einen Großteil ihrer Reserven aufgezehrt haben. Das alles sind keine guten Aussichten. Dennoch bricht Commerzbankchef Klaus-Peter Müller der Zuversicht eine Lanze. Mit dem ihm eigenen Optimismus hat er den schlechten Nachrichten neue Initiativen für das Kreditgeschäft mit dem Mittelstand und Bauherren beigepackt. Mit Hilfe der Kreditanstalt für Wiederaufbau will die Commerzbank diesen Kundenkreisen zusätzliche zinsverbilligte Kredite gewähren. Müller setzt damit ein wichtiges und richtiges Zeichen. Denn der Produktionsfaktor Zuversicht ist hierzulande inzwischen ein besonders knappes Gut.

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