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Kommentar zum Stellenabbau : Kahlschlag bei Siemens

Siemens-Mitarbeiter protestieren in Görlitz gegen den Stellenabbau Bild: dpa

Der drastische Stellenabbau und die Werksschließungen bei Siemens zeigen die Dramatik einer globalen Energiewende. Alle Parteien sind nun bestens beraten, gemeinsam die Krise zu lösen.

          Das Ausmaß der Einschnitte im Siemens-Konzern zeichnete sich ab. Nun aber wird es Realität. In bislang kaum dagewesener Härte wird mit dem beabsichtigten Abbau von rund 3500 Arbeitsplätzen Deutschland am stärksten betroffen sein. Das Technologieunternehmen will zudem vier Standorte mit einem Schlag aufgeben, was es so nicht gegeben hat. Das zeigt die Dramatik, die eine globale Energiewende ausgelöst hat.

          Übrigens nicht nur hierzulande: Auch der Siemens-Rivale General Electric aus den Vereinigten Staaten steht vor denselben Problemen von fehlender Nachfrage nach Turbinen für konventionelle Kraftwerke und plant genauso heftige Einschnitte. Über den Ernst der Lage müssen sich alle im Klaren sein – und deshalb bei aller Bitterkeit zusammenrücken, Einzelinteressen hintanstellen. Angesichts der schwierigen Marktlage fehlt die Phantasie, mit den notwendigen Kapazitätskürzungen und den wohl nicht auszuschließenden Kündigungen über einen so langen Zeitraum von Jahren zu reagieren.

          Die Dynamik der Umbrüche auf den Energiemärkten dürfte in Zukunft sogar zunehmen. Damit würde weiteres Ungemach drohen. Das im Hinterkopf, sind alle Parteien bestens beraten, gemeinsam eine aufziehende Krise zu lösen. Ansonsten dürfte es für alle Beteiligten nur noch schlimmer werden.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

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