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Neues Berufsrecht : Jetzt ist der Erfindergeist der Anwälte gefragt

  • -Aktualisiert am

Anwälte müssen sich mit den neuen Möglichkeiten auseinandersetzen. Bild: dpa

Das Berufsrecht trieb Anwälten lange Zeit nahezu jeden Erfindergeist aus. Jetzt dürfen sie, wie sie wollen – aber sie müssen auch liefern.

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          Anwälte konnten lange nicht so, wie sie wollten. Immer wieder stand das strenge Berufsrecht im Weg, das ihnen in den vergangenen Jahrzehnten nahezu jeden Erfindergeist – selbst zugunsten der Mandaten – erfolgreich austrieb. Es verhinderte einen Zusammenschluss mit Ärzten, Ingenieuren, Versicherungsmathematikern, an dem es eigentlich wenig auszusetzen gibt, wenn die Regeln allen Beteiligten klar sind.

          Die gleiche erzwungene Ideenlosigkeit machte sich im Legal-Tech-Bereich breit. Die nützlichsten Innovationen im Rechtsberatungsmarkt fanden deshalb in den vergangenen Jahren vor allem außerhalb der Anwaltsbranche statt. Als Jurist brauchte man schon sehr viel Einfallsreichtum jenseits der von den Anwaltskammern sorgsam abgesteckten Pfade, um sich am Legal-Tech-Markt erfolgreich positionieren zu können.

          Dabei kann auch hier die Digitalisierung einen echten Mehrwert bieten; in etlichen Bereichen liefert sie die wichtigste Voraussetzung für Verbraucher, um ihren Rechtsanspruch auch bei kleinen Schadenssummen durchsetzen zu können. Der Gesetzgeber hat dies nun endlich eingesehen und die Berufsregeln in einigen Bereichen deutlich gelockert. Jetzt müssen die Anwälte aber auch liefern.

          Corinna Budras
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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