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Kommentar : Italiens Bankenkrise

Italiens Ministerpräsident lästert gerne über das deutsche Bankensystem. Dabei hätte er in seinem Land genug zu tun.

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          Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi äußert sich gerne über die Schwierigkeiten der Deutschen Bank und stellt die Stabilität des deutschen Bankensystems in Frage. Er sollte lieber vor der eigenen Haustüre kehren, denn die italienischen Banken befinden sich in einer schweren Krise.

          Die enormen Lasten an faulen Krediten können die Existenz bedrohen. Nun fragen die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) täglich die Zahlungsfähigkeit von einzelnen Instituten ab. An der Stabilität ihrer Banken zweifeln auch die italienischen Kunden, die ihre Einlagen abgezogen haben.

          Dabei sind die Schwierigkeiten italienischer Banken nach vielen Rezessionsjahren schon seit den Bilanzprüfungen der EZB im Herbst 2014 bekannt. Obwohl die Institute des Landes am schlechtesten abgeschnitten hatten, ist wenig passiert. Daran sind die Vorstände der Banken und ihre Aufseher schuld.

          Doch Renzi redet lieber Banken aus Deutschland schlecht, als energisch durchzugreifen. Er schielt sogar auf die Einlagensicherung in Deutschland, die nach seinem Willen für die maroden Banken Italiens haften soll. Darauf kann es nur eine Antwort geben: Nein, basta!

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