Tsipras in Brüssel : Griechenlands fauler Schuldenzauber

Die Sozialisten in Athen träumen vom Leben ohne Troika auf Kosten der Steuerzahler in Europa. Die Finanzminister der Geberländer sind hoffentlich nicht so dumm, sich darauf einzulassen.
Alexis Tsipras, Griechenlands Wahlsieger, liegt in einem richtig: Bisher brachte die Rettungspolitik den Griechen mehr Leid als Erfolg. Angesichts dieser Einsicht ist es bemerkenswert, dass noch immer ein politisches Tabu bricht, wer fragt, ob Griechenland überhaupt in die Währungsunion gehört. Aus dem Scheitern Athens kann man nicht den Schluss ziehen, dass gutes Haushalten und Strukturreformen nicht zu Wachstum führen. Spanien, Irland und Portugal beweisen das Gegenteil. Man darf jedoch fragen, ob die Griechen Reformen überhaupt wollen. Statt den Reformpfad weiter zu gehen, will die tiefrot-braune Koalition Geschenke verteilen. Sie will den griechischen Beamtenapparat wieder aufblähen, die Privatisierungen stoppen sowie Renten und Mindestlohn kräftig aufstocken. Wie soll dadurch die Wirtschaft wachsen?





