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Kommentar : Geiselhaft

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chs. Postler, Eisenbahner, Chirurgen, Notärzte, Lehrer, Mitarbeiter des Strom- und Gassektors: Frankreich zeigt sich in dieser Woche wieder von seiner unangenehmen Seite, wenn die professionellen Vertreter dieser Berufsstände zu Streiks und Protestaktionen aufrufen.

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          chs. Postler, Eisenbahner, Chirurgen, Notärzte, Lehrer, Mitarbeiter des Strom- und Gassektors: Frankreich zeigt sich in dieser Woche wieder von seiner unangenehmen Seite, wenn die professionellen Vertreter dieser Berufsstände zu Streiks und Protestaktionen aufrufen. Nach einem recht ruhigen Vorjahr beginnt 2005 mit dem Ritual der Geiselhaft Dritter, der Nutzer von öffentlichen Diensten. Jede Berufsgruppe kocht ihr eigenes Süppchen, doch allen paßt der Reformkurs der Regierung Raffarin nicht, der behutsam genug Teilprivatisierungen, moderate Gehaltssteigerungen und Stelleneinsparungen im öffentlichen Dienst vorsieht. Staatspräsident Jacques Chirac und Premierminister Jean-Pierre Raffarin werden aufmerksam beobachten, wie viele Teilnehmer die Gewerkschaften mobilisieren können. Nach den Niederlagen bei den Europa- und Regionalwahlen des vergangenen Jahres haben sie den Reformkurs gebremst. Doch bis 2007 ist der Wahl-Kalender frei. Wenn die Reformen hin zu einem schlankeren Staat mit geordneten Finanzen und wettbewerbsfähigen Unternehmen nicht jetzt umgesetzt werden, wann dann? Viele Franzosen haben in Umfragen zwar Sympathien mit den Streikzielen gezeigt. Eine ineffiziente Verwaltung und heruntergewirtschaftete Staatsunternehmen wollen sie jedoch auch nicht. Die Regierung muß mehr Überzeugungsarbeit leisten und dabei ihren Kurs halten.

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