https://www.faz.net/-gqe-vvzb
 

Kommentar : Gasprom und die Politik

  • -Aktualisiert am

Der russische Erdgaskonzern Gasprom gilt an der Börse als unterbewertet. Offenbar wird das „politische Risiko“ als so groß angesehen, dass es den Monopol-Vorteil überwiegt. Wie intransparent staatlich kontrollierte Unternehmen sein können, zeigt auch ein anderes Beispiel aus Russland.

          1 Min.

          Der russische Erdgaskonzern Gasprom gilt an der Börse im Vergleich zu anderen Energieunternehmen als unterbewertet. Internationale Energiekonzerne sind, gemessen an ihren jeweiligen Energiereserven, viel teurer. Auch beim geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis für das Jahr 2007 hinkt Gasprom Exxon Mobil und BP hinterher.

          Dabei müsste die Gasprom-Aktie mit einem Aufschlag versehen werden, weil das - aus ordnungspolitischer Sicht bedenkliche - Exportmonopol und die Herrschaft über die russischen Pipelines dem Unternehmen einen Vorteil verschaffen. Offenbar wird aber das „politische Risiko“ - die Nutzung des Erdgaskonzerns als politisches Instrument im In- und Ausland - als so groß angesehen, dass es auch den Monopol-Vorteil überwiegt.

          Wie intransparent die Entscheidungswege in staatlich kontrollierten Unternehmen sein können, zeigt auch der zweite russische, „nationale Champion“, der Erdölkonzern Rosneft. In den vergangenen Tagen sind drei Führungskräfte ohne Angabe von Gründen zurückgetreten. Nun wird spekuliert, dass auch die Tage des Vorstandsvorsitzenden Sergei Bogdantschikow gezählt sind. Als Gründe werden lapidar Machtkämpfe hinter den Kreml-Mauern vermutet.

          Topmeldungen

          Maskenproduktion von Bewooden und von Jungfeld.

          Deutsche Industrie : Masken für alle!

          Auf absehbare Zeit wird nicht nur in Deutschland der Bedarf an Gesichtsmasken riesig sein. Die deutsche Industrie hat längst reagiert und ist aktiv.
          Protest in Corona-Zeiten: Trotz der Pandemie gehen im März Regierungskritiker in Bagdad auf die Straße

          Corona in Krisenregionen : Die Ruhe vor dem Doppelsturm

          Der Nahe Osten und die Länder Nordafrikas leiden schon jetzt unter einer Wirtschaftskrise. Die Corona-Pandemie heizt diese noch weiter an. Wenn wir jetzt nicht helfen, drohen Bürgerkriege und Terrorismus. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.