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Kommentar : Fusionsfieber

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nks. Die Bank of America hatte nach Ansicht von Finanzchef James Hance bereits Entzugserscheinungen, weil sie seit fünf Jahren keine größere Übernahme mehr getätigt hat. Ihre Sucht hat die Bank mit der Übernahme des Konkurrenten Fleet Boston zunächst einmal gestillt.

          nks. Die Bank of America hatte nach Ansicht von Finanzchef James Hance bereits Entzugserscheinungen, weil sie seit fünf Jahren keine größere Übernahme mehr getätigt hat. Ihre Sucht hat die Bank mit der Übernahme des Konkurrenten Fleet Boston zunächst einmal gestillt. Im Zentrum des wieder um sich greifenden Fusionsfiebers stehen Institute mit einem starken Privatkundengeschäft. Das ist nicht verwunderlich, weil sich die Großbanken inzwischen wieder stärker auf diesen Bereich konzentrieren. Die dreijährige Flaute am Aktienmarkt hat das Kapitalmarktgeschäft geschwächt. Kreditausfälle bei Firmenkunden belasteten ebenfalls die Bilanzen. Hingegen brummt - getrieben von niedrigen Zinsen - das Geschäft mit Hypotheken und Kreditkarten. Zudem gibt es attraktive Wachstumschancen, weil etwa der Markt für die Bevölkerungsgruppe der Latinos noch entwicklungsfähig ist. Für Großbanken ist eine landesweite Präsenz wichtig, um die mobilen Amerikaner zu bedienen. Die Schaffung eines starken landesweiten Netzwerks war bereits das Ziel der letzten Konsolidierungsphase der Branche in den neunziger Jahren. Mit der Übernahme der Fleet Boston schreibt die Bank of America nun diese Entwicklung fort. Die jüngste Kurserholung an der Börse verschafft den Banken wieder eine bessere Akquisitionswährung in Form hoher Aktienkurse. Weitere Übernahmen werden folgen.

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