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Kommentar : Zurückgefallen

Die Deutsche Bank und ihre Investmentbanker sind 2016 bei der Beratung von Unternehmensübernahmen ins Hintertreffen geraten. Das hat einen wichtigen Grund.

          Für die Investmentbanker der Deutschen Bank geht ein unerfreuliches Jahr zu Ende. Sie werden nicht nur für die Altlasten und hohen Strafen ihres Instituts verantwortlich gemacht, sondern sind auch im deutschen Markt in der Beratung von Unternehmensübernahmen deutlich zurückgefallen. An ihr zog die Bank of America vorbei, die von Armin von Falkenhayn angeführt wird.

          Er war bis Mitte 2014 noch der oberste Investmentbanker der Deutschen Bank in ihrem Heimatmarkt. Dass Deutschlands größte Bank ins Hintertreffen geriet, hat einen wichtigen Grund: Sie ist nicht an der größten Übernahme eines deutschen Unternehmens im Ausland beteiligt. Der Pharmakonzern Bayer erwirbt den amerikanischen Saatguthersteller Monsanto, ohne dabei auf die Deutsche Bank zurückgreifen zu müssen.

          Möglicherweise war ihr eine Teilnahme an der Transaktion aufgrund ihrer langen Geschäftsbeziehungen zum Bayer-Rivalen BASF nicht möglich. Aber trotzdem stellt sich die Frage, ob der Anspruch aufrechterhalten werden kann, deutschen Unternehmen eine deutsche Investmentbank von Weltrang zur Seite stellen zu müssen. Bayer kann darauf verzichten.

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