https://www.faz.net/-gqe-74hju
 

Kommentar : Frankreichs Irrweg

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Die Regierung in Paris setzt auf hohe Umverteilung und noch mehr Staatswirtschaft. Dabei ist Frankreich mit einer Staatsquote von 56 Prozent schon heute praktisch handlungsunfähig.

          Der schleichende Niedergang der französischen Wirtschaft drückt sich noch nicht in Form steigender Zinskosten für Frankreich aus. Auch die harsche Kritik an der verfehlten Wirtschaftspolitik des sozialistischen Präsidenten Hollande und der Verlust der Bestnote für den Schuldner Frankreich ändern das nicht über Nacht.

          Als Alternative zum Dollar kommen Großanleger aus aller Welt nicht am Euro vorbei. Die Altersvorsorge aus der Eurozone muss großteils im Euro angelegt werden und auch hier gilt: Wer steckt schon all sein Geld in Bundesanleihen, die fast keine Zinsen mehr abwerfen? Aber für Hollandes Politik kräftiger Steuererhöhungen und steigender Staatsausgaben wird am Arbeitsmarkt bezahlt.

          Trotz hoher Jugendarbeitslosigkeit und Lähmung der Wirtschaft will die Regierung in Paris den Franzosen und den Euro-Krisenpartnern weismachen, mit hoher Umverteilung und noch mehr Staatswirtschaft gewinne man im globalen Wettbewerb. Dabei ist Frankreich mit einer Staatsquote von 56 Prozent (Deutschland: 45) schon heute praktisch handlungsunfähig.

          Hollande sollte weniger über ein angeblich deutsches Spardiktat in der Eurozone klagen und mehr nach Asien blicken.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Pläne der Senderführung beim HR sind ein Misstrauensvotum gegen die eigenen Mitarbeiter.

          Kurs des Hessischen Rundfunks : Weniger Kultur wagen?

          Beim Hessischen Rundfunk soll das Radio-Kulturprogramm hr2 nach dem Willen der Senderführung verschwinden. Die Argumentation für diesen Schritt ist typisch. Sie zeugt von Verachtung – für die Kultur, die Mitarbeiter und die Beitragszahler.

          Muttermilch-Spenden : Ein Milliliter Lebenskraft

          Fridolin und Jonathan sind viel zu früh geboren. Auf der Intensivstation kämpfen sich die Frühchen in diese Welt – auch dank gespendeter Muttermilch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.