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Kommentar : Euro-Sozialismus

  • -Aktualisiert am

SPD-Chef Sigmar Gabriel will durch gemeinsame Haftung für die Schulden aller Euro-Staaten den Euro „retten“. Damit hilft er weder der SPD noch dem Euro.

          Der SPD-Chef vereinbart ganz locker Familie und Beruf. In seiner Elternzeit zeigt Sigmar Gabriel, wie man im Beruf so richtig durchstartet. Die Flut von Stellungnahmen hebt Gabriel zwar nicht aus dem Umfragekeller. Aber der Parteichef sammelt im linken Spektrum der SPD Fleißkärtchen für die Kür zum Kanzlerkandidaten. Nun will Gabriel durch gemeinsame Haftung für die Schulden aller Euro-Staaten den Euro „retten“. Damit hilft er weder der SPD noch dem Euro.

          Anstatt weiter für eine Stabilitätsunion einzutreten, wirbt die SPD jetzt für die Schulden-Inflations-Transferunion. Weil sich damit allein in Deutschland schlecht Wahlkampf machen lässt, betreibt Gabriel noch populistische Bankenschelte und fordert das Schröpfen von „Reichen“. Doch die Leistungsträger aus der Mitte der Gesellschaft wissen, dass am Ende nicht den „Reichen“, sondern ihnen die Rechnung für Spekulationen mit Euro-Staatsschulden und Immobilien präsentiert werden soll. Facharbeiter und Angestellte ahnen auch, dass der Schuldensozialismus oder andere Finanzkniffe den Euro nicht „retten“ werden, solange die Wettbewerbsfähigkeit der realen Wirtschaft in Nord- und Südeuropa auseinanderläuft.

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