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Kommentar : Entlastung vertagen

  • -Aktualisiert am

Die Schutzvereinigungen für Aktionäre und auch die Aktionärsberatung ISS gehen den richtigen Weg, wenn sie die Entlastung der Siemens-Vorstände zumindest vertagen wollen. Nur so hielte sich Vorstandschef Löscher auch die Möglichkeit für Schadenersatzansprüche offen.

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          Der Vorschlag war schlecht überlegt: Für die Hauptversammlung empfiehlt die Verwaltung von Siemens bisher, bis auf eine Ausnahme alle Vorstände und Aufsichtsräte zu entlasten. Dagegen stellen sich die Schutzvereinigungen für Aktionäre und auch die mächtige amerikanische Aktionärsberatung ISS. Bisher denken Siemens-Aufsichtsräte nur darüber nach, die Entlastung nun doch für mehrere Spitzenmanager zu vertagen; sie sollten aber rasch zu einem Ergebnis kommen.

          Der Kredit für Siemens, den der neue Vorstandschef Peter Löscher als Aufräumer gewonnen hat, wäre sonst schnell verspielt. Solange die Ermittlungen in der Korruptionsaffäre nicht abgeschlossen sind, wäre es fahrlässig, über eine Entlastung von Managern zu entscheiden, die in der fraglichen Zeit den Konzern gelenkt haben.

          Das passt auch nicht zu Löschers Bemühen, alle Möglichkeiten für Schadensersatzansprüche offenzuhalten. Für einen überzeugenden Neuanfang fordert die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz jetzt auch vom Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Cromme und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann den Verzicht auf eine Wiederwahl. Das sollten sich die beiden Kontrolleure durchaus zu Herzen nehmen.

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