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Kommentar : Die Xbox hat ausgespielt

  • -Aktualisiert am

Kein Wachstum mehr mit Ballerspielen: Xbox-Spiel „Overlord” Bild: AP

Die angekündigte Preissenkung für die Xbox 360 wirkt hilflos und wird wenig helfen. Einzig Nintendo hat die Trends auf dem Spielemarkt rechtzeitig erkannt.

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          Eine Preissenkung soll Microsoft helfen, den schleppenden Absatz seiner Videospielkonsole Xbox 360 im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft anzukurbeln. Die Aktion wirkt hilflos angesichts der desolaten Verkaufszahlen, aber viel mehr bleibt Microsoft kurzfristig nicht übrig.

          Der Softwarekonzern hat - ebenso wie Erzrivale Sony - den großen Wandel auf dem Markt für Videospiele verschlafen: Das Wachstum kommt nicht von der bisherigen Stammklientel der jungen, technikbegeisterten, meist männlichen Spieler, sondern von den Familien und von Frauen. Die fragen aber keine Ballerspiele nach, sondern wollen Gesellschaftsspiele, ihr Gehirn trainieren oder eine neue Sprache spielerisch erlernen.

          Nintendo hat rechtzeitig reagiert

          Einzig Nintendo hat diesen Trend früh erkannt und sich mutig aus dem Technikwettlauf der beiden Konkurrenten verabschiedet. Nun erntet Nintendo den Lohn des Mutes: Seine Konsole Wii und das tragbare Gerät DS sind das Maß aller Dinge. Das Unternehmen kommt kaum noch mit der Produktion nach; seine Spiele dominieren die Verkaufsranglisten. Nintendos Ansatz, über die Popularität der Spiele die Verkäufe seiner Konsolen anzukurbeln, ist voll aufgegangen.

          Nintendo hat den Trend besser erkannt: Shigeru Miyamoto, Designer des Computerspiels Wii
          Nintendo hat den Trend besser erkannt: Shigeru Miyamoto, Designer des Computerspiels Wii : Bild: AP

          Microsoft und Sony haben dagegen die technische Leistungsfähigkeit und Vielfalt ihrer Geräte in den Vordergrund gestellt - und sind damit in der Nische verhaftet geblieben. Eine Preissenkung wird Microsoft aus dieser Nische sicher nicht heraushelfen.

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