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Kommentar : Die Risiken der Banken

Das Trennbankensystem soll die Einlagen der Privatkunden und die Kreditversorgung des Mittelstands vor den Spekulationen der Investmentbanker schützen. Doch selbst das klassische Geschäft birgt Risiken.

          Nun denkt auch die Bundesregierung über eine Trennung des klassischen Bankgeschäfts von dem kapitalmarktabhängigen Investmentbanking nach. Das sogenannte Trennbankensystem soll die Einlagen der Privatkunden und die Kreditversorgung des Mittelstands vor den Spekulationen der Investmentbanker schützen. Eine entsprechende Reform hat die britische Regierung schon auf den Weg gebracht. Bis 2019 sollen britische Banken das Geschäft für Privat- und Mittelstandskunden eigenständig organisieren. Davon getrennt wird das Investmentbanking, zu dem auch bestimmte Dienstleistungen für große Unternehmen wie Aktien- oder Anleiheplazierungen gehören.

          Doch die jüngste Vergangenheit zeigt, dass auch Institute mit einem risikoarmen Kerngeschäft wie etwa deutsche Hypothekenbanken in existentielle Schwierigkeiten geraten sind. Denn selbst das klassische Geschäft birgt Risiken: Jeder Kredit ist eine Spekulation auf die Zahlungsfähigkeit des Schuldners, und Kundeneinlagen müssen rentabel - etwa in Staatsanleihen - angelegt werden. Geringere Risiken mindern die Ertragschancen. Die Kunden müssen sich dann auf höhere Kredit- und geringere Einlagezinsen einstellen.

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