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Kommentar : Die Auferstehung des A380

Die Fluggesellschaft Emirates hat 36 Maschinen des größten Flugzeugs der Welt bestellt. Damit ist der A380 gerettet – vorerst.

          Totgesagte leben länger. Die Fluggesellschaft Emirates hat jetzt entgegen vieler Erwartungen doch noch einen neuen Großauftrag für den Riesenflieger A380 abgenickt. Von 2020 an sollen die Maschinen ausgeliefert werden. Das reicht gerade noch, um die Produktionslinie der ohnehin schon in Zeitlupe hergestellten Maschinen am Leben zu erhalten.

          Der Airbus-Vertriebschef John Leahy hatte zuletzt sein ganzes Verhandlungsgeschick aufgebracht, um Emirates zum Einlenken zu bewegen. Die von ihm angedrohte Einstellung des Programms hätte der Fluggesellschaft vom Golf genauso geschadet wie Airbus. Emirates setzt wie keiner seiner Konkurrenten auf das Dickschiff der Lüfte, das im Betrieb zwar teuer ist, doch von den Kunden geliebt wird. Wie Airbus zu Recht argumentiert, kann der Flieger eines Tages einen Beitrag gegen die Verstopfung an Flughäfen und in der Luft leisten.

          Doch außer Emirates überzeugt das Argument bisher wenige Airline-Chefs. Eigentlich war die Maschine für den chinesischen Markt konzipiert, dort ist die Ausbeute aber besonders schwach. Der Airbus-Konzern darf sich jetzt dennoch freuen, dass ihm ein peinlicher Abbruch des prestigeträchtigen Programms erspart und seine Modellpalette abgerundet bleibt – auch wenn der A380 bei der geringen Stückzahl seine Produktionskosten nicht decken kann.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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