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Kommentar : Deutscher Feinstaub

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Fast alle reden vom Feinstaub - in Deutschland. Anderswo bleibt der Schreckensbegriff ein Fremdwort. Atmen Mailänder etwa reinere Luft als Münchner? Kaum anzunehmen.

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          Fast alle reden vom Feinstaub - in Deutschland. Anderswo bleibt der Schreckensbegriff ein Fremdwort. Atmen Mailänder etwa reinere Luft als Münchner? Kaum anzunehmen. Dabei gelten die EU-Grenzwerte für Feinstaub, Blei und Schwefeldioxyd in allen Mitgliedsländern.

          Offenbar hat jedoch manch EU-Partner sein Plazet gegeben, ohne sich groß um die Folgen zu scheren. Grenzwerte für die Belastung der Luft sind nur dann sinnvoll, wenn an der Quelle der Verschmutzung Vorsorge getragen wird.

          Anfängliches Zögern

          Niemand kann behaupten, er habe nicht gewußt, was auf Ballungsräume und ihre Bürger zukommen werde. Eine EU-Regelung von 1996 hatte die Regierungen verpflichtet, vorsorglich Programme zur Luftreinhaltung auszuarbeiten. Was ist daraus geworden? Fahrverbote, eine City-Maut nach Londoner Vorbild oder Tempolimits nach Stockholmer Art könnten Verkehrs- und Atemwege entlasten.

          Entscheidend sind aber die Emissionsgrenzwerte, die den Stand der Technik reflektieren müssen. Die deutsche Autoindustrie hat sich nach anfänglichem Zögern verpflichtet, bis 2008 alle neu zugelassenen Diesel-Personenwagen mit Partikelfilter auszurüsten. Inzwischen macht sie unter dem Druck des Marktes noch mehr Tempo. Schon bald dürften der Rußpartikelfilter, der einen Großteil der gesundheitsschädlichen Stäube neutralisiert, Standard und der Diesel aus der Feinstaub-Diskussion verschwunden sein.

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