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Kommentar : Klug und notwendig

  • -Aktualisiert am

BMW, Daimler, VW und Co. wollen gemeinsam ein Schnellladenetz für E-Autos bauen. Das ist auch bitter nötig.

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          Seit einigen Monaten tragen die deutschen Autohersteller das E-Wort im Munde. Egal ob Volkswagen, Daimler oder BMW – ohne das Versprechen eines Elektromotors geht es nicht mehr. Die Hersteller wollen in den nächsten Jahren zahlreiche neue Modelle auf die Kunden loslassen, die über einen solchen verfügen. Sogar die Fünfer-Limousine, das neue Flagschiff aus dem Hause BMW, soll bald einen teil-elektrischen Antrieb haben, wenn der Kunde will.

          Die Herausforderung wird sein, dem Autokäufer eine Furcht zu nehmen: die Angst vor zu geringer Reichweite. Nur wenn der Kunde weiß, dass er sicher ankommt und nicht mit leerer Batterie auf dem Standstreifen endet, wird er vom Verbrennungsmotor auf den Elektroantrieb umsteigen. Um einzukaufen oder vom Vorort in das Stadtzentrum zur Arbeit zu pendeln, reicht die Batterieladung moderner Elektroautos in der Regel aus.

          Je nach zurückgelegter Distanz sollen die angekündigten Aggregate mehrere Tage ohne Aufladen schaffen können. Doch was ist mit langen Strecken, der Dienstreise oder der Urlaubsfahrt? Wer sich wie Daimler und BMW oder Porsche im Premium-Segment bewegt, muss damit rechnen, dass seine Kunden auch elektrisch weite Strecken zurücklegen wollen. Insofern ist der Plan der Autohersteller, Tausende Schnellladestationen zu errichten, nicht nur klug. Er ist notwendig.

          Martin Gropp
          Redakteur in der Wirtschaft.

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