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Kommentar : Das große Geben

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mas. Not kennt kein Gebot. Nach der Todesflut an den Küsten des Indischen Ozeans kommt es in diesen Tagen nur darauf an, effektiv und schnell zu helfen. Kleinkrämerische Diskussionen verbieten sich angesichts des unermeßlichen Elends, ...

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          mas. Not kennt kein Gebot. Nach der Todesflut an den Küsten des Indischen Ozeans kommt es in diesen Tagen nur darauf an, effektiv und schnell zu helfen. Kleinkrämerische Diskussionen verbieten sich angesichts des unermeßlichen Elends, das die in biblischer Dimension anrollende Welle hinterlassen hat. Private Spenden und öffentliche Zusagen erreichen Größen, die in normalen Zeiten undenkbar sind. Die Geberkonferenz in Jakarta erlaubt eine erste Zwischenbilanz. Danach hat die internationale Gemeinschaft den vom Tsunami getroffenen Ländern mehr als drei Milliarden Euro versprochen. Deutschland gehört mit seiner 500-Millionen-Gabe zu den großzügigsten Gebern. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat als einer der ersten den Ernst der Lage erkannt und Entschlußkraft bewiesen. Doch seine große Geste hat eine gewichtige Schattenseite. Der Kanzler hat so gut wie nichts dazu gesagt, wo das Geld herkommen soll. Sein Schweigen in diesem Punkt ist keine Petitesse. Das weiß niemand besser als die privaten Hilfsorganisationen. Sie haben schon öfter beobachten müssen, daß erst viel versprochen, aber hinterher der Entwicklungsetat nicht aufgestockt wird. Das geht dann auf Kosten anderer Aufgaben. So ist die Gefahr groß, daß die akute Not gegen das Elend ausgespielt wird, das - nicht angestrahlt von den Scheinwerfern der Katastrophenberichterstatter - im Dunkeln bleibt.

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