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Kommentar : Das Autorennen startet erst

Im Rennen darum, wer beim Thema autonomes Fahren die Nase vorn hat, schmieden sich ungewöhnliche Allianzen. Auch über Branchengrenzen hinweg, wie das Abkommen von BMW mit Intel und Mobileye zeigt.

          Ein Auto ohne Fahrer, das ist das Ziel vieler Konzerne. Sobald der Wagen selbständig fährt, haben die Insassen Zeit zum Surfen im Internet. Deshalb forschen IT-Konzerne wie Apple und Google daran wie die Autohersteller.

          Es ist ein Rennen mit offenem Ausgang. Weit vorn fährt jenes Unternehmen, das 1886 das Auto erfunden hat: Seit einigen Monaten kurvt die E-Klasse von Daimler durch die Wüsten Amerikas, als erste Serienlimousine der Welt, die eine Testlizenz für autonomes Fahren im Bundesstaat Nevada erhalten hat.

          Gegner können zu Partnern werden

          An ihrer Entschlossenheit, den IT-Konzernen Paroli zu bieten, lassen die Autohersteller keine Zweifel. Da können Gegner zu Partnern werden, wie Daimler, Audi und BMW, die für fast 3 Milliarden Euro den Navigationsspezialisten Here von Nokia gekauft haben, dessen digitale Karten die Voraussetzung für das autonome Fahren liefern.

          Dass Kooperationen über die Branchengrenzen hinweg nötig sind, zeigt das Abkommen, das BMW mit Intel und Mobileye schließt. Der Chiphersteller und der Anbieter von Fahrerassistenzsystemen wollen der Technologie mit BMW zum Durchbruch verhelfen. „Number One Next“ heißt die Strategie, die den weiß-blauen Autohersteller in die digitale Welt führen soll. Anderen hinterherzufahren kommt für die Bayern nicht in Frage, aber das Rennen wurde eben erst gestartet.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

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