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Kommentar : Daimlers Baustellen

  • -Aktualisiert am

Die Aktionäre interessieren sich wieder mehr für das Unternehmen – was zeigt, dass sie sich um Daimler sorgen. Tatsächlich haben die Stuttgarter viel zu tun.

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          Die Hauptversammlung von Daimler hat eines gezeigt: Die Aktionäre werden auch in diesem Jahr dem Vorstand und dem Aufsichtsrat des Stuttgarter Autoherstellers genau auf die Finger schauen. Das zeigte schon die Teilnahmequote am diesjährigen Aktionärstreffen. Fast 56 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals waren anwesend, gut 6 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

          Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sich Aktionäre eines Unternehmens auch darum kümmern, schließlich sind sie dessen Eigentümer. Dennoch war auch die rege Beteiligung ein Ausdruck dafür, dass einige Aktionäre durchaus besorgt sind. Auch wenn Daimler in den vergangenen Jahre gut und zum Nutzen seiner Anteilseigner gewirtschaftet hat, so gibt es doch einige Baustellen. Der generelle Wandel zur Elektromobilität, das vernetzte und automatisierte Fahren, dazu diverse Rechtsverfahren, die noch aufgearbeitet werden müssen sowie die schwelende Frage, wie es mit dem Diesel weitergeht.

          Dazu will sich das Unternehmen auch noch eine neue Struktur geben und die einzelnen Geschäftssparten in eigenen Gesellschaften unter eine Dachholding bringen. Mehr Transparenz forderten die Aktionäre am Donnerstag ein. Die Daimler-Unternehmensführung ist gefordert, diese Forderung zu erfüllen. Es gibt viel zu tun in Stuttgart. Und das gelingt nur, wenn Daimler seine Aktionäre mitnimmt.

          Martin Gropp
          Redakteur in der Wirtschaft.

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