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Kommentar : Billiges Öl

Alle blicken gespannt auf das Öl-Treffen in Doha. Warum man die Kooperationsbereitschaft der Förderländer jedoch nicht überschätzen sollte.

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          Öl ist der Schmierstoff der Weltwirtschaft. Kein Wunder, dass nicht nur Ölhändler und Rohstoffanalysten mit Interesse, aber auch Sorge das Treffen der Ölförderländer in Doha erwartet hatten. Manche hatten befürchtet, die Gespräche über ein Einfrieren („Freeze“) der  Ölfördermengen könnten den Ölpreis hochtreiben. Mit Absprachen über die Fördermenge hatte schließlich 1973 die erste Ölkrise ihren Lauf genommen. Ein positives Ergebnis in Doha, so die Befürchtung, könnte sich zu ein einem Signal entwickeln.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Schließlich gäbe es gute Gründe dafür, dass mittelfristig der Ölpreis wieder steigt. Die Nachfrage nach Öl in den Schwellenländern ist nicht so eingebrochen, wie befürchtet worden war. Zudem ist die Ölförderung ein zyklisches Geschäft. Ist der Ölpreis niedrig, wird weniger in die Förderung investiert – irgendwann spürt man das beim Angebot und beim Preis.

          Doch im Augenblick ist das Überangebot noch groß. Wie ernst die Märkte das Verhandlungsergebnis von Doha nehmen, werden die nächsten Tage zeigen. Allein: So zerstritten wie sich Saudi-Arabien und Iran, der das Treffen boykottierte, wieder gezeigt haben, sollte man die Kooperationsbereitschaft der Förderländer nicht überschätzen.

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