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Kommentar : Aufträge von Trump

  • -Aktualisiert am

Viele erschrecken sich über den Wahlsieg von Donald Trump. Börse und Unternehmen sind entspannter.

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          Ob man Aktien gekauft hätte, um auf einen Sieg von Donald Trump zu wetten? Wohl kaum. Tatsächlich aber haben die Börsen mit Gelassenheit auf den Wahlausgang reagiert – und mit einigen Papieren konnte man zumindest kurzfristig kräftige Gewinne einfahren.

          Das Bild an der Börse spiegelt sich an den Reaktionen aus der Unternehmenswelt: Die wirtschaftliche Entwicklung in den Vereinigten Staaten wird von den Vorständen entspannt kommentiert. Gerechnet wird mit einer Steuerreform, mit Deregulierung, Investitionen in die Infrastruktur und guten Nachrichten für Anbieter auf dem Gesundheitswesen.

          Fragen zu Stil und Anstand von Trump ordnen sich unter, wenn es um künftige Aufträge geht. Es wird schon so schlimm nicht werden, ruft man sich hoffnungsvoll zu, ohne Trump jemals begegnet zu sein. Dummheit unterstellt man ihm allemal nicht: Vielleicht sei Trump kein Freund von Freihandelsabkommen, aber dass der internationale Handel Stellen schaffe, werde gewiss auch ihm klar sein.

          So schrumpfen die Trump-Sorgenfalten auf die Frage, ob er über eine andere Steuerpolitik multinationale Konzerne dazu zwingen wird, zum Beispiel Callcenter aus Indien zurückzuholen. Damit könnte man wohl leben, mit Strafzöllen für Autos aus mexikanischen Fabriken hingegen nicht. Aber noch gilt: Alles kein Grund zur Aufregung.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

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