https://www.faz.net/-gqe-95g1n

Kommentar : Arbeit ohne Ende

  • -Aktualisiert am

Die Freude angesichts der guten Nachrichten vom deutschen Arbeitsmarkt darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Mangel an Fachkräften die Dynamik zu bremsen droht. Zeit für ein Einwanderungsgesetz.

          1 Min.

          Am deutschen Arbeitsmarkt knallen zu Beginn des neuen Jahres die Sektkorken. 44,3 Millionen – noch nie waren im Jahresdurchschnitt so viele Menschen im Land erwerbstätig. Auch die Arbeitslosenzahlen entwickeln sich prächtig: An diesem Mittwoch wird die Bundesagentur für Arbeit wohl das nächste Rekordtief verkünden.

          Die Freude angesichts solch guter Nachrichten darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Mangel an Fachkräften die Dynamik zu bremsen droht. Viele Unternehmen suchen schon heute dringend Mitarbeiter und müssen Aufträge sausenlassen, weil sie sie schlicht nicht mehr bewältigen können.

          Das zieht sich durch viele Branchen, gebraucht wird längst nicht mehr nur der vielbeschworene Ingenieur. Aus eigener Kraft wird Deutschland es auf Dauer kaum schaffen, die Lücke zu schließen, denn auch die Reserve von arbeitswilligen und qualifizierten Frauen und älteren Menschen ist irgendwann erschöpft.

          Die Sondierer von Union und SPD sollten daher endlich den Mut aufbringen, mit einem Einwanderungsgesetz das richtige Signal in die Welt zu senden: qualifizierte Fachkräfte willkommen. Es sollte nicht bei einem guten Vorsatz bleiben.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Folgen:

          Weitere Themen

          NRA beantragt Gläubigerschutz Video-Seite öffnen

          Waffenlobby : NRA beantragt Gläubigerschutz

          Die einflussreiche Waffenlobbyorganisation National Rifle Association geht in den Konkurs. Damit will die NRA nach eigenen Angaben einem drohenden Auflösungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft an ihrem Sitz in New York entgehen

          Topmeldungen

          Marylyn Addo und ihr Team arbeiten an einem Corona-Impfstoff.

          Forscherin Addo im Interview : „Ich erwarte im Frühjahr eine Entspannung“

          Infektiologin Marylyn Addo forscht mit ihrem Team selbst an einem Corona-Impfstoff, hat dabei aber gerade einen Rückschlag erlebt. Im Interview spricht sie über ihre Arbeit, mangelnde Impfbereitschaft, Virus-Mutationen und Lockdown-Effekte.
          Schüler im Lockdown - dazu gehört auch: keine Freunde treffen.

          Kultusminister zu Corona : „Wir nehmen den Kindern gerade alles weg“

          Keine Freunde treffen, Hobbys und Feiern verboten und nun auch noch die Schulen zu: Diese Situation könne man nicht beliebig lange fortführen, warnt Niedersachsens Kultusminister Tonne. Auch BKK-Verbandschef Knieps fordert, die Schulen wieder zu öffnen“
          Pumpstation der Keystone-Pipeline in Steele City, Nebraska (Archivbild)

          Wegen Umweltschäden : Biden will umstrittene Pipeline Keystone XL stoppen

          Schon als Obamas Vize war Biden gegen das Projekt, das Trump neu belebt hatte. Kritiker befürchten durch den Bau der Pipeline starke Umweltschäden. Der Gouverneur der kanadische Provinz Alberta wiederum ist „tief besorgt“ über die Folgen eines Baustopps.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.